Der Mensch verarbeitet schon seit mehr als 10.000 Jahren Kupfer. Dabei wird das Metall in verschiedene Formen gepresst. Der Werkstoff verfügt über eine besondere Witterungsbeständigkeit.

So wird Kupferblech beispielsweise für Regenrinnen und für Teile der Dachabdeckung eingesetzt. Außerdem findet das natürliche Material auch bei Heizungs- und Trinkwasserrohren Verwendung. Das leicht zu verarbeitende Metall wurde bereits in der Antike zur Anfertigung von allerlei Gebrauchsgegenständen und auch von Schmuck verwendet.

Kann Kupfer rosten?

Reines Kupfer ist imstande sich selbst gut gegen Korrosion zu schützen. Es bildet an der Oberfläche eine stabile Schutzschicht. Durch diese Patina wird in der Regel die weitere Oxidation erfolgreich verhindert.

Im Vergleich zu eisenhaltigen Metall, das durch Feuchtigkeit rosten kann, kommt es bei Kupfer zu Grünspan. Je nachdem mit welchen Materialien Kupfer in Kontakt kommt, gibt es Reaktionen wie etwa Patina auf Kupfer. Dabei handelt es sich im Allgemeinen um eine Reaktion auf Sauerstoff. Diese Oxidschicht fungiert bei dem Material Kupfer als Schutzschicht. Bei Eisen frisst sich der Rost so richtig ins Metall. Kupfer wird dagegen durch seine Passivschicht geschützt.

Was ist Kupferkorrosion?

Das Korrosionsverhalten von Kupfer wird durch Sauerstoff und anderen Oxidationsmitteln gesteuert

Kupfer Korrosion tritt entgegen so mancher Meinung nicht durch die Verbindung mit Wasser auf. Das Wasser müsste schon sehr hart und säurehaltig sein, damit es das Metall angreifen kann, denn es ist sehr beständig gegenüber Korrosion. Es korrodiert zwar, aber die Korrosion kann nicht ungehindert fortschreiten.

Bei Kupfer kommt es zu einer geschlossenen, grün-schwarzen Oxidschicht, der Patina. Dadurch wird die Korrosion schnell gestoppt. Das Korrosionsverhalten von Kupfer wird durch Sauerstoff und anderen Oxidationsmitteln gesteuert. Die bereits angesprochene Schutzschicht verhindert allerdings ein Fortschreiten der Kupferkorrosion.

Lochfraß in Kupfer

Damit sich eine schützende Passivschicht bilden kann, braucht es weiches, sauerstoffreiches Wasser. Ein Mangel an Sauerstoff sowie ein pH-Wert unter 6 sorgen auch bei Kupfer für eine Reaktion, die sich mit Rost an Eisen vergleichen lässt. Hartes und saures Wasser bringen eine Art Rost mit sich, der sich immer weiter in das Material frisst.

Bei Grünspan handelt es sich um Kupfer Rost, der in Trinkwasserleitungen nicht vorkommen darf, da er leicht giftig ist. Er entsteht, wenn Kupfer mit Essigsäure und anschließend mit Außenluft in Kontakt kommt. Anders als bei Eisen kann man bei Kupfer nicht einfach von Rost sprechen, denn die Patina oder der Grünspan und der Loch-Fraß haben ganz verschiedene Ursachen.

Kupfer Patina entfernen

Wollen Sie die Patinaschicht an ihrem Kupfergeschirr oder an den Blumentöpfen entfernen, damit die Gegenstände wieder in neuem Glanz erstrahlen, dann gibt es im Handel spezielle Mittel dazu. Ferrocon beispielsweise, eignet sich sehr gut, um die Patinaschicht zu entfernen, ohne dass dabei das Material beschädigt wird. Auf größeren Flächen (Dach oder Regenrinnen), wird es mit einem Farbroller oder mit einer Niedrigdruckspritze aufgetragen. Für kleinere Gegenstände nehmen Sie einfach einen Pinsel zur Hilfe. Danach lässt sich die Schutzschicht einfach wegputzen. Wollen Sie Ihre Kupfergegenstände vor einer neuen Korrosion bewahren, dann sollten sie einen speziellen Grundierlack auftragen. Mittel zum Entfernen der Oxidschicht können Sie komfortabel im Online-Shop erwerben.

Grünspan lässt sich auch mit Essig und Alkohol entfernen. Diese Methode ist sehr preiswert. Bei der Grünspanentfernung können Sie aber auch zu Salmiakgeist und Salz greifen. Allerdings müssen Sie das Salz gut auflösen, damit es zu keinen Kratzern auf den Kupfergegenständen kommt.

Zudem sollten Sie dazu unbedingt Handschuhe tragen. Die gereinigten Gegenstände müssen danach mit Wasser nachgespült werden.

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