Sandstrahler

Für das Sandstrahlen werden spezielle Geräte und Strahlmittel benötigt. Auch großformatige und verschachtelte Oberflächen lassen sich mit dem Sandstrahler gut behandeln.

Um das Strahlmittel auf die Oberflächen einwirken zu lassen, wird Druckluft von 5 bis 10 bar benötigt. Dabei wird das Strahlgut auf die zu behandelnde Oberfläche geschleudert. Durch die Prallwirkung auf die Oberfläche werden anhaftende Substanzen entfernt. Die Sandstrahlmittel bestehen aus unterschiedlichen Materialien und Körnungen. Um eine gleichbleibende Qualität zu bieten, sind die Körnungsgrade genormt.

Früher wurde zum Sandstrahlen Quarzsand genommen. Wegen der gesundheitlichen Gefahr einer Silikose ist die Verwendung von Quarzsand vom Gesetzgeber verboten worden.

Aufgrund der hohen Staubentwicklung ist ein wirksamer Atemschutz und geeigneter Augenschutz beim Sandstrahlen unerlässlich. Bewährt haben sich Sandstrahlkabinen, die auch für das Sandstrahlen zuhause von Vorteil sind.

Einsatzbereiche und Anwendungsgebiete für Sandstrahler

  • für die Reinigung von Maschinenteilen, Behältern, Mauerwerken und Fassaden
  • zum Entrosten, Entlacken und Entschichten von Metalloberflächen
  • für das Aufrauen von Oberflächen aller Art zur weiteren Bearbeitung
  • um Glas- oder Kunststoffplatten zu strukturieren
  • für dekorative Effekte auf Oberflächen

Sandstrahlen leicht gemacht – das erforderliche Equipment

Für das Sandstrahlen wird eine Sandstrahlanlage und eine persönliche Schutzausrüstung (PSA) benötigt. Alternativ lässt sich eine Sandstrahlkabine verwenden. Für Zuhause lässt sich eine kleine Kabine für das Sandstrahlen relativ leicht selbst bauen.

Ein wenig handwerkliches Geschick und das entsprechende Material für den Bau ist dafür jedoch erforderlich. Wem das zu aufwendig ist, greift zu Fertiglösungen, um kleinere Werkstücke per Sandstrahl im abgeschirmten Raum zu bearbeiten. Die Kabine sollte sich luftdicht verschließen lassen.

Das Werkstück kann über zwei Öffnungen, in denen Handschuhe integriert sind, in der Kammer bewegt und gehalten werden. Das Einbringen des Werkstücks geschieht über eine zusätzliche Klappe in der Kabinenwand. Die Strahlpistole befindet sich im Inneren der Kabine und wird über eine abgedichtete Öffnung von außen mit Kompressorluft versorgt. Über ein zusätzliches Pedal lässt sich der Strahlvorgang von außerhalb starten.

Wichtig ist, dass die Augen und die Atemwege wirkungsvoll geschützt sind. Schutzbrille und den Feinstaub filtrierende Masken sind für die Inbetriebnahme bzw. das Bearbeiten von Werkstücken unentbehrlich. Zusätzlich lässt sich das Gesicht durch einen klappbaren Schutzschild gegen herumfliegende Partikel schützen. Ein Overall mit Kapuze bietet weitergehenden Schutz vor Verschmutzung der Haut, der Haare und der Bekleidung.

Die Anlage für das Sandstrahlen verfügt über einen Behälter, einen Kompressor und eine Strahlpistole. In den Behälter wird das Strahlmittel eingefüllt. Der Kompressor sorgt für den notwendigen Luftdruck, um das Strahlmittel mit hohem Druck aus der Strahlpistole auf das Werkstück zu schleudern. Dabei wird die Oberfläche durch das Strahlmittel von anhaftenden Rost, Farbe und Schmutz befreit.

Der größte Vorteil beim Sandstrahlen ist, dass sich auch stark festsitzende Beläge relativ leicht beseitigen lassen. Mobile Sandstrahler lassen sich flexibel einsetzen und dorthin transportieren, wo sie gerade benötigt werden.

Die richtige Auswahl von Strahlmitteln

Je nach Material und Beschaffenheit der Oberfläche vom Werkstück kommen unterschiedliche Arten von Strahlmitteln zur gezielten Anwendung. Neben Aluminiumsilikat, Metallen und Kupferhüttenschlacke sind viele weitere Materialien als Strahlgut gebräuchlich. Das Werkstück kann aus Metall, Holz, Kunststoff oder Glas bestehen.

Harte Oberflächen lassen sich beispielsweise mit Stahlkugeln behandeln. Für weiche Oberflächen werden Strahlmittel mit geringer abrasiver Wirkung eingesetzt. Beim Auto lassen sich die Bleche einer Karosse und die hölzernen Bauteile von Möbeln schonend mit Trockeneispartikeln aus der Strahlpistole bearbeiten, um perfekte Arbeitsergebnisse zu präsentieren.

Trockeneis

Nach der Bearbeitung verflüchtigt sich das feste Trockeneis (Kohlendioxid) in den gasförmigen Aggregatzustand. Ein Vorteil ist, dass hierbei kein Staub durch das Strahlmittel entwickelt wird.

Da Kohlendioxid schwerer als Luft ist, darf es nicht in Kellern angewendet werden. Ohne Absaugvorrichtung besteht hier Lebensgefahr durch Kohlendioxidvergiftung, da sich das Gas anreichert. Bei sachgemäßen Umgang ist die Verwendung von Trockeneis und Kohlensäuregas bedenkenlos möglich und nicht gesundheitsschädlich.

In Kinos und Sportstätten ist Trockeneis das Kühlungsmittel der Wahl, um Speiseeis und Eiskonfekt effektiv zu kühlen. Flüssiges Kohlendioxid in Kartuschen werden in einer Vielzahl von Haushalten verwendet, um Leitungswasser mit Kohlendioxid in ein erfrischendes Getränk zu verwandeln.

Für das Trockeneisstrahlen sind spezielle Geräte vorhanden, die sich überwiegend stationär betreiben lassen. Für den Betrieb werden Trockeneispellets in einen Vorratsbehälter gefüllt. Von hier aus fallen die Pellets aus Trockeneis in den abführenden Krümmer der Dosiervorrichtung. Durch den bestehenden Unterdruck werden die Pellets mit hoher Geschwindigkeit angesaugt und durch eine spezielle Vorrichtung mittels Strahldüse auf die Oberfläche des Werkstücks aufgebracht.

Durch die Vereisung schrumpfen die anhaftenden Beläge volumenmäßig. Die einwirkende Kälte lässt den Belag zudem spröde werden. Durch den Gasstrom aus der Spraydose lassen sich die brüchigen und unterwandernden Belege relativ leicht von den metallenen Oberflächen entfernen. Auch zum Entfernen von zähen Unterbodenschutzbelägen ist das Verfahren optimal und daher empfehlenswert. Für die Beseitigung von Rost bei Gegenständen im Haushalt und in der Garage sind andere Verfahren besser geeignet.

Glasperlen

Das Strahlen mit Glasperlen ist schonender zu Oberflächen aus Metall als die Behandlung mit alternativem Strahlgut aus Metallen, Aluminiumsilikaten und Kupferhüttenschlacke. Die Oberflächen bleiben glatter. Der Effekt durch Aufrauen ist wesentlich geringer als bei Sand und Korund.

Das Strahlen mit Glasperlen beseitigt Spuren von Werkzeugen und Verfärbungen gründlich. Es findet eine Glättung und Verdichtung der Oberflächenstruktur statt, die durch einen seidenmatten Glanzschimmer beeindruckt. Glasperlen als Strahlmittel besitzen eine geringe abrasive Wirkung auf das Werkstück.

Eine aufwendige Nachbehandlung kann meist entfallen, wie beispielsweise das Nachschleifen der Werkstücke. Massive und grobe Werkstücke verlangen eine intensive Behandlung. Hier bieten sich andere Strahlgutvarianten an, die eine größere Abrasion gewährleisten.

Alle Arten von Strahlmitteln:

  • Stahlkies
  • Korund
  • Glasperlen
  • Soda
  • Trockeneispellets

Fragen & Antworten zum Sandstrahler

Welche Materialien lassen sich sandstrahlen?

Sandstrahler können zur Behandlung unterschiedlicher Materialen eingesetzt werden. Die Spannbreite der Materialien, die zum Sandstrahlen geeignet sind, reicht von Metallen, Kunststoffen bis zu Glas und Holz. Wichtig hierbei ist die Wahl eines geeigneten Strahlmittels und Sandstrahlers. Die Sandstrahler unterscheiden sich durch Gewicht, Inhaltsvolumen, Arbeitsdruck, Luftbedarf und Kompressionsleistung erheblich voneinander.

Welche Körnung soll das Strahlgut haben?

Das Material des Werkstücks entscheidet über das Strahlgut. Je nach Körnung und Art besitzt das Strahlmittel unterschiedliche Eigenschaften. Je grober der Körnungsgrad ist, desto abrasiver ist die Wirkung vom gleichartigen Strahlgut auf das Werkstück.

Wann lohnt sich ein Sandstrahler?

Die Anschaffung eines eigenen Sandstrahlers lohnt sich für alle, die gerne rund um Haus und Garten basteln, Autos und Motorräder oder Möbel regelmäßig restaurieren. Alufelgen, Gartenzäune, Tore oder Vertäfelungen lassen sich mit einem geeigneten Strahlmittel von anhaftendem Schmutz und abblätternder Farbe befreien.

Beispielsweise erhitzen sich Kunstharzlacke während des Schleifvorganges und machen Schleifpapiere nach kurzer Verwendung unbrauchbar. Das Sandstrahlen ist hier eine gute und zeitlich attraktive Alternative zum Schleifpapier.

Sandstrahler sind ideal, um größere und verwinkelte Oberfläche innerhalb kürzester Zeit zu bearbeiten. Zahlreiche Schleifscheiben, Schleifpapiere und Zeit lassen sich durch das alternative Sandstrahlen einsparen.

Goldmann Sandstrahler

Auf dem Gebiet der Strahltechnik sind die Goldmann Sandstrahler in Handwerk und Industrie seit Langem bekannt und beliebt. Die Sandstrahler von Goldmann werden genutzt, um die Oberflächen unterschiedlicher Materialien effektiv und effizient zu behandeln. Die deutsche Firma Goldmann besitzt mehr als einhundert Jahre praktische Erfahrung und das notwendige Know-how, um individuelle Lösungen zu erarbeiten und anzubieten.

Werkstücke aus Metall und Stein lassen sich mit einem Goldmann Sandstrahler wirtschaftlich und qualitativ hochwertig bearbeiten. Das gilt auch für Oberflächen, die aus Glas und Kunststoff bestehen. Goldmann Sandstrahler eignen sich beispielsweise dazu, um Oberflächen zu reinigen und zu mattieren. Auch ein Signieren, ein Aufrauen und ein Modellieren sind mit den Sandstrahlern von Goldmann möglich.

Kärcher Sandstrahler

Der Kärcher Sandstrahler ist kein eigenständiges Gerät, sondern ein Zubehörartikel aus dem Kärcher-Sortiment. Damit lassen sich festsitzende Verschmutzungen, hässliche Rost- und unansehnliche Farbschichten auf bequeme Weise mit vielen Kärcher Hochdruckreinigern entfernen. Das spezielle Set ermöglicht das kombinierte Sand-/Nassstrahlen von Werkstücken mit den hauseigenen Strahlmitteln und Hochdruckreinigern aus dem Hause Kärcher.

Die unangenehme und gesundheitsschädliche Staubentwicklung lässt sich effektiv durch das Kärcher-Set vermeiden. Eine zusätzliche Sandstrahlkabine zum Schutz ist hierbei nicht erforderlich. Das Set lässt sich mit den meisten Kärcher Hochdruckreinigern problemlos verbinden. Das Kombiset kann dazu mit allen Geräten der Klasse K2 bis 7 zur Hochdruckreinigung von Kärcher verwendet werden.

Das für die Reinigung erforderliche Strahlmittel von Kärcher lässt sich direkt aus der Verpackung befördern. Dazu wird die Einstechsonde des Sets einfach in den Sack mit dem Strahlmittel von Kärcher gesteckt. Von hier gelangt das Strahlmittel über den Schlauch direkt in den Wasserstrahl des Hochdruckreinigers.

Das nasse Sandstrahlen mit dem optional erhältlichen Set hat mehrere Vorteile. Ein spezielles Gerät für den ausschließlichen Verwendungszweck „Sandstrahlen“ ist überflüssig. Vorhandene Hochdruckreiniger von Kärcher lassen sich preisgünstig und unkompliziert für viele Anwendungsgebiete anpassen. Die universelle Verwendung der Kärcher Geräte ermöglicht es, die Kosten und den Platzbedarf auf ein Minimum zu reduzieren.

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